Digitalisierungsstrategie für Unternehmen

Für viele Unternehmen bietet die Coronakrise einen Moment der Reflexion. Die Organisationskultur wird neu gedacht, Geschäftsmodelle hinterfragt und das Trendthema der Digitalisierung nach langem Aufschieben endlich angegangen. Speziell bei letzterem kommt die Geschäftsführung schnell zu dem Schluss, dass ohne eine durchdachte Planung – eine Digitalisierungsstrategie – nicht viel erreicht werden kann. An dieser Stelle kommt das Zukunftszentrum Sachsen ins Spiel: Gemeinsam etablieren wir in ihrem Unternehmen eine digitale Unternehmenskultur. Denn die Kultur und der Erfolg von Veränderungsprozessen stehen in unmittelbarem Zusammenhang zueinander. Gemeinsam mit Ihnen beurteilen wir Ihr Unternehmen und bringen Sie in Ihrer Zukunftsstrategie voran.

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Digitalisierung
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Digitalisierung ist zunächst einmal der verstärkte Einsatz elektronischer Informations- und Kommunikationstechnologien. Jedoch geht damit in der Regel praktisch immer eine Änderung der Organisationsprinzipien und Anforderungen an die Beschäftigten einher. Weitere Dimensionen, die damit in Zusammenhang stehen, sind:

  • Verschiebung von der Präsenzpflicht zur Ergebnisorientierung
  • Verschwimmen der Grenzen zwischen Arbeit und Leben
  • erhöhte Anforderung an das Selbst und Zeitmanagement des Einzelnen

Weitere Inhalte zum Thema erklärt das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung:

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) e.V. unterscheidet in zwei Dimensionen der digitalen Transformation:

  • Digitalisierung von Geschäftsprozessen: Inkrementelle Innovationen
  • Digitalisierung von Geschäftsmodellen: Disruptive Innovationen

Demzufolge ist die Digitalisierung einzelner Prozesse eine Angelegenheit, die kleinere Veränderungen und Anpassungen mit sich bringt. Ganze Geschäftsmodelle zu digitalisieren, macht in den meisten Fällen eine grundlegende Veränderung der Organisationsstrukturen notwendig. Gerade die inkrementelle Innovation ist eine Stärke der deutschen Wirtschaft. Im Bereich der disruptiven Innovationen, also der Veränderung ganzer Geschäftsmodelle, hat Deutschland noch einiges Potenzial. Unternehmen können sich in diesen Bereichen durch Digitalisierung dynamisch entwickeln und haben die Möglichkeit, bestehende Wertschöpfungsströme durch neue – gegebenenfalls digitale – Geschäftsmodelle zu ersetzen.

Laut dem „Monitoring-Report. Wirtschaft DIGITAL 2018 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und dem DIGITALISIERUNGSINDEX MITTELSTAND 2019/2020 sehen Vertreter der deutschen Wirtschaft erhebliche Potenziale in der Digitalisierung.

Das BMWi sieht zudem für den Mittelstand weitreichende Möglichkeiten, sich technologisch, organisatorisch und wirtschaftlich weiter zu profilieren, indem  die Unternehmen die Digitalisierung als Bereicherung und Erweiterung ihres bisherigen Geschäftsfeldes sehen. Dieser praktische Prozess ist gleichzeitig die Vorbedingung als auch das Ergebnis der Entwicklung einer funktionellen Unternehmenskultur. Beides kann sich gegenseitig bestärken.

Quelle: Monitoring Report Wirtschaft Digital (2018)

  1. Unternehmenskultur ist entscheidend für den Erfolg: Nur durch die Bereitschaft für Veränderungen können Trends frühzeitig erkannt und der Handlungsbedarf richtig eingeschätzt werden.
  2. Aus Fehlern lernen: Misserfolge positiv bewerten und daraus Lehren für die Zukunft ziehen.
  3. Warum es sich lohnt, eine positive Fehlerkultur anzueignen: „Radikale Innovationen“ entstehen nur, wenn nicht allein auf die Weiterentwicklung von bereits vorhandenen Lösungen gesetzt wird.
  4. Netzwerke nutzen und von den Erfahrungen anderer lernen: Der Kontakt mit anderen Unternehmen und Startups hilft bei einer intensiven Lernkultur.
  5. Der „War for Talents“ – Digitalisierung braucht Experten: Ein innovatives und attraktives Arbeitsumfeld mit Fachleuten aus dem In- und Ausland ist für die Digitalisierung in mittelständischen Unternehmen von entscheidender Bedeutung.
  6. Der digitale Wandel ist ein kultureller Wandel: Digitale Lösungen sind kein Garant für Investitionen in die Zukunft. 

[Quelle: Digitalsierung im Mittelstand, BMWi]

 

Quelle: Telekom Digitalisierungsindex Mittelstand (2019/2020)

Für interessierte Leser*innen haben wir eine Sammlung verschiedener Informationsquellen, zentrale Studien, Homepages zum Zwecke der Orientierung und weiteres Infomaterial zusammengestellt:

Tipps und Strategiehinweise:
Publikationen und Studien:

Aus einer großen Fülle an bereits digitalisierten Mittelstandsunternehmen werden im Folgenden drei Erfolgsgeschichten präsentiert. Hier wird schnell erkennbar: Nicht durch die Einführung einzelner digitaler Insellösung haben es die Unternehmen geschafft bestehende Herausforderungen zu bewältigen und zukunftsweisende Chancen zu nutzen, sondern durch die nachhaltige Implementierung einer agil-flexiblen und zukunftsorientieren Digitalisierungsstrategie.

  1.   Eine Werkstatt für Motorräder hat sich auf ein besonderes Design spezialisiert. Durch den aktiven und strukturierten Einsatz von Social Media auf verschiedenen Kanälen erreichte diese Werkstatt eine enorme Reichweite. Durch diese Nutzung der digitalen Möglichkeiten entsteht Kommunikation mit Kund*innen und Lieferant*innen auf der ganzen Welt. Auch die Konfiguration und Vermarktung der speziellen Angebote ist durch die Nutzung digitaler Werkzeuge über weite Distanzen spielend möglich. 
    Weitere Informationen: Kompetenzzentrum Digitales Handwerk
  2. Dass sich lang bestehende Unternehmensprozesse dem Wandel der Zeit anpassen müssen, hat ein Zerspanungsunternehmen gelernt. Eine veränderte Auftragslage brachte die Unternehmensführung zu dem Punkt, dass die Prozesse verändert werden müssen, um die notwendige Leistung erbringen zu können. Um Effizienz und Transparenz zu schaffen, wurde gemeinsam mit einem Softwareunternehmen eine digitale und nachhaltige Lösung entwickelt.

    Weitere Informationen: Effiziente Prozesse durch Vernetzung der Produktion
  3. Handwerk und Digitalisierung passen zusammen: Eine Bäckerei bekam Probleme mit ihrer Kommunikation und den Prozessabläufen durch eine digitale Lösung in den Griff. Durch die Anschaffung von Computern und Tablets in allen Filialen wurde der Einsatz von verschiedenen Softwaretools möglich. Die eingeführte Software entlasstete Mitarbeiter und Geschäftsführer, sodass diese Ihre Zeit produktiver nutzen können. Auch werden damit durch die Mitarbeiter Social Media Kanäle bedient, die die Reichweite der Bäckerei erhöhen. So entwickelte sich eine zukunftsfähige, langfristige Strategie, die interne Abläufe und die Kundenbeziehung in den Blick nimmt.

    Weitere Informationen: Wie fängt man als Handwerker mit der Digitalisierung an?

Wie die Praxisbeispiele zeigen, kann die Digitalisierung spezifischer Geschäftsbereiche ganz alltägliche Probleme und Herausforderungen von Unternehmen lösen: Familienunternehmen rüsten ihren Traditionsbetrieb für die Zukunft, indem Bewährtes und Neues parallel nebeneinander besteht. Die Vertriebssituation und Übersicht der Maschinenauslastung konnte durch digitale Endgeräte für alle Mitarbeiter in einem Maschinenbauunternehmen deutlich optimiert werden. Und eine Motorradwerkstatt vertreibt ihr besonderes Angebot weltweit über digitale Kanäle. Die untenstehende Grafik zeigt die Rentabilität, also den praktischen Mehrwert, der Maßnahmen: Digitalisierte Unternehmen können mit besserer Produkt- und Servicequalität punkten, besitzen bessere Optionen der Neukundengewinnung und haben schlichtweg bessere Bilanzzahlen als nicht digitalisierte Unternehmen.

Digitale Vorreiter weisen bessere Unternehmenskennzahlen vor.
Quelle: Telekom Digitalisierungsindex Mittelstand (2019/2020)

 

Lassen Sie sich von den aufgezeigten erfolgreich digitalisierten KMU inspirieren und motivieren! Wichtig dabei: Jedes der aufzeigten Praxisbeispiele hat irgendwo angefangen, aus Fehlern gelernt (Stichwort Fehlerkultur) und sich an anderen digitalen Vorreitern orientiert. Nehme Sie diese Erfolgsstories als Anlass um sich noch heute mit dem Thema Digitalisierung für Ihr Unternehmen auseinanderzusetzen. Sie brauchen Unterstützung? Wir beraten Sie gern!

Bevor Sie für Ihr Unternehmen eine zukunftsorientierte Digitalisierungsstrategie erarbeiten, muss der Status-Quo hinsichtlich des Digitalisierungsniveaus festgehalten werden. Aus diesem Grund stellen wir beispielhaft eine erprobte Webanwendungen vor, bei dem Sie keine sensiblen Unternehmensdaten preisgeben müssen. 

Den Selbstcheck Digitalisierung finden Sie unter https://betrieb-machen.de/selbstcheck/ des Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Chemnitz. Er ist unterteilt in die Bereiche „Organisation“, „Prozess“, „Produkt“ und „Arbeit“.

Sie können einen oder mehrerer Teilbereiche wählen und Ihr Unternehmen entsprechend bewerten. Die Ergebnisse stehen Ihnen unmittelbar zur Verfügung.

In Anlehnung an die Digitalisierungstools und das Vorgehen des Mittelstandes 4.0 Kompetenzzentrums Chemnitz fassen wir hier die Schritte zur erfolgreichen Umsetzung einer eigenen Digitalisierungsstrategie zusammen: 

  1. Bestimmen Sie den digitalen Stand des Unternehmens.
  2. Definieren Sie Themenbereiche und Kernthemen des Vorhabens.
  3. Legen Sie kurz- und langfristigen Unternehmensziele fest, die Schritte der Digitalisierung beschreiben.  
  4. Bestimmen Sie die vorhandenen und notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen.
  5. Öffnen Sie die Unternehmenskultur. Digitale Unternehmen leben durch Flexibilität. Seien Sie dankbar für Fehler und die Möglichkeit des Lernens.
  6. Ermöglichen Sie der Belegschaft eine angemessene Beteiligung am Prozess der Digitalisierung und haben Sie ein offenes Ohr für neue Ideen.

Nachdem Sie nun wissen, wo Ihr Unternehmen in puncto Digitalisierung steht, geht es daran einen organisierten Fahrplan für eine Digitalisierungsstrategie auszuarbeiten. Einschlägige webbasierte Hilfestellungen können Orientierung bieten und in die Erstellung einer individuellen Strategie einführen:

Beratungsangebot & Kontaktmöglichkeit​

Wir möchten zusammen mit Ihnen Ihre Strategie für die Zukunft entwickeln – vereinbaren Sie Ihren kostenfreien Beratungstermin mit uns!
 Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
tim borsum
Tim Borsum

ARBEIT UND LEBEN Sachsen e. V.

Marie Preußger
Marie Preußger

Handwerkskammer Dresden

Das Zukunftszentrum Sachsen unterstützt Sie kostenfrei bei der Einführung einer digitalen Strategie!