AllgemeinWissen

Umfrage des Zukunftszentrums

Was brauchen sächsische Unternehmen nach der Corona-Krise?
Zu welchen Themen wünschen sie sich Unterstützung?

Vom 24. April bis 31. Mai 2020 haben wir via Telefon und mittels einer kurzen Online-Umfrage Unternehmen in Sachsen gefragt, welche Themen sie in der Krise beschäftigen. Vor allem wollten wir wissen, welche konkreten Maßnahmen und Angebote sächsische KMU benötigen, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Ziel der Umfrage war es, die Herausforderungen benennen zu können und daraus entsprechende Handlungsschwerpunkte im Bereich der Beratung und Qualifizierung der Beschäftigten für das Zukunftszentrum abzuleiten.

Welche drei Themen sind für Ihr Unternehmen nach der Lockerung der Corona-Auflagen am drängendsten?

Auf die Frage, welche Herausforderungen die Unternehmen nach den Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie sehen, haben 50 % das Thema “Geschäftsmodell und Organisationskonzepte für die Zukunft und mit Blick auf kommende Krisen” angegeben. Auch wird die Fachkräftesicherung und -gewinnung als herausfordernd angesehen. Weiterhin  wichtiges Thema bleibt die wirtschaftliche Sicherung des Unternehmens.

Interessant war, dass aus den offenen Antworten der Telefonbefragung auch ein positiver Anteil abzulesen war. Auch wenn die Krise für alle befragten Unternehmen einen Einschnitt in den Betriebsablauf darstellte, sahen einige KMU Potential für die Zukunft und konnten für sich einen Mehrwert aus den Erfahrungen ziehen.

So nutzen einige Firmen die Zeit, verschiedene Projekte umzusetzen, wie beispielsweise die Digitalisierung voranzutreiben. Auch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens wollten einige Arbeitgeber beibehalten, um die Arbeitgeberattraktivität zu stärken. Das zeigt auch eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.

 

„Wir wollen mobiles Arbeiten weiterhin anbieten um unsere Arbeitgeberattraktivität zu stärken.“

Die Digitalisierung bekam in allen Bereichen für einige Unternehmen plötzlich eine neue Relevanz; vormals rein spekulative Überlegungen für die Zukunft wurden plötzlich Realität: „Wir prüfen neue Möglichkeiten der virtuellen Kundenkommunikation”, teilte uns ein Unternehmen mit. Andere Firmen waren froh, bereits in der Vergangenheit mit der virtuellen Kommunikation in Team begonnen zu haben und fühlten sich bestätigt, da dies auch mobil funktioniere.

In diesem Thema spiegelt sich aber auch gerade neue Herausforderungen, vor denen Vorgesetzte in Zeiten der virtuellen Führung stehen: Wie gehe ich mit der aktuellen Situation, inbesondere in Bezug auf die Kommunikation mit den Beschäftigten, um?

 

 

„Die Krise bestärkt uns, dass die Kommunikation mit allen Mitarbeitenden auch ortsungebunden funktioniert.“

Neben Unternehmen haben wir auch unser Netzwerk, darunter das Begleitgremium des Zukunftszentrums in einer Online-Konferenz gefragt, welche Unterstütungsleistungen sie in dieser Hinsicht anbieten oder welche Partner sie für eine Unterstützung als relevant und hilfreich ansehen:

Speziell für die Region Südwestsachsen bietet der der gemeinnützige Verein Südwestsachsen Digital e.V. verschiedene Digitalisierungsprojekte an, um Unternehmen bei der erfolgreichen Gestaltung der Digitalisierung zu unterstützen und die Zukunftsfähigkeit der Region durch Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Bei einigen Unternehmen ist während oder auch nach den Einschränkungen zur Corona-Pandemie das Thema Weiterbildung in den Fokus gerückt.

Die berufliche Weiterbildung ist die Kernkompetenz der Mitglieder des VSBI e.V., die gern als Schnittstelle und Multiplikator für Bedarfe und Wünsche der sächsischen Unternehmen aller Branchen zur Verfügung stehen. Weitere Informationen und Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite.

Ein stark nachgefragtes Thema zu Zeiten der Pandemie ist auch der Gesundheitsschutz und Vorschriften zu bestimmten Hygieneregeln an den Arbeitsplätzen. Hier kann ein betriebliches Gesundheitsmanagement hilfreich sein, dass auch IT-gestützt eine flexibilisierte Arbeitsorganisation zulässt. Weitere Informationen hierzu bietet beispielsweise die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)oder die Initiative Neue Qualität der Arbeit.

In welchen Bereichen wünschen Sie sich Untersützung? Nehmen Sie gern mit unseren Berater*innen Kontakt auf. Wir gehen auf die speziellen Bedürfnisse jedes einzelnen Unternehmens ein und finden gemeinsam die passende Förder- oder Hilfsmöglichkeit für Sie.

Diesen Beitrag teilen
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •