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Studie: Wie gestalten sächsische Unternehmen gute digitale Arbeit?

Bildrechte: SMWA

Das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) hat die Studie „Arbeit 4.0 – Wie gestalten sächsische Unternehmen gute digitale Arbeit“ in Auftrag gegeben, um die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt im Freistaat genauer zu betrachten.

Die Studie geht auf aktuelle Entwicklungen in der Digitalisierung und im Wandel der Arbeit in sächsischen Unternehmen ein und gibt anhand von Praxisbeispielen Hinweise, wie Unternehmen und Beschäftigte die Veränderungen aktiv mitgestalten können. Zudem weist die Studie Handlungsfelder und dazugehörige konkrete Hinweise auf, um die digitale Transformation in Sachsen erfolgreich umzusetzen.

Zur Methodik der Studie:

Die Studie verfolgt einen qualitativen Ansatz. Vorwiegend wurden persönliche Interviews aus Industrie, Dienstleistung und Handwerk mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter*innen in 60 Unternehmen aus den unterschiedlichen Regionen im Freistaat durchgeführt.

Ziel war es, Informationen über den Stand der Digitalisierung und der Arbeitsgestaltung in den Unternehmen einzuholen und Beispiele guter Arbeitsgestaltung zu definieren.

10 Handlungsfelder für die digitale Arbeit:

  1. Entwicklung einer betrieblichen Digitalisierungsstrategie als Chance für Unternehmen und Beschäftigte
  2. Unternehmen und Beschäftigte im Innovationsprozess unterstützen
  3. Betriebliche Mitbestimmung 4.0
  4. Flexible Arbeit erproben
  5. Arbeitsschutz an neue Herausforderungen anpassen
  6. Vorausschauende Weiterbildungsplanung
  7. Mitarbeiterorientiert führen und kommunizieren
  8. Datenschutz am Arbeitsplatz gemeinsam gestalten
  9. Öffentliche Verwaltung zum Treiber der Digitalisierung entwickeln
  10. Digitale Inklusion fördern

Ergebnisse der Studie:

Die Ergebnisse weisen ein facettenreiches Bild der Digitalisierung und der digitalen Arbeitswelt in Sachsen auf. Unternehmen und Beschäftigte aller Branchen können sich den digitalen Entwicklungen kaum entziehen, obwohl die eigenen Handlungsstrategien und Gestaltungs-spielräume verschieden ausgeprägt sind. Dies betrifft sowohl die technische und als auch die organisatorische Möglichkeiten der Gestaltung als auch deren Tiefe und Breite in den einzelnen Themenfeldern.

Fazit:

Die Autor*innen der Studie kommen zu dem Schluss, dass vorallem Leitbilder und Strategien notwendig sind, um ein facettenreiches Verhältnis von Digitalisierung und Arbeit weiter zu gestalten. Dabei müssen auch die Themen der Qualifizierung und Weiterbildung, des Datenschutzes, der Schutz der (psychischen) Gesundheit und der Partizipation in den Blick genommen und als essentieller Bestandteil einer betrieblichen Digitalisierungsstrategie berücksichtigt werden.

Nur durch attraktive Arbeitsplätze können Fachkräfte im Unternehmen gehalten und neu gewonnen werden. Zudem sollten Beschäftigte ihre Gestaltungsmöglichkeiten aktiv wahrnehmen. Neben einer Neugier und dem Interesse an digitalen Technologien ist auch die Bereitschaft und die Kompetenz der neuen Arbeitsformen und  -strukturen wichtig. Die Studie gibt hier neben einer Reihe von Beispielen, die als Anregung dienen können, auch konkrete Hinweise zu den jeweiligen Themenfeldern, wie eine digitale Umsetzung im Unternehmen gelingen kann.

Auf der Webseite können Sie sowohl die Kurz– als auch die Langfassung der Studie herunterladen.

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